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Selbstfindung in jedem Lebensalter

Wir können sehr lange an uns vorbeileben. Manche schaffen es ihr ganzes Leben lang. Sie leben nach Normen, nach Vorschriften, nach Erwartungen, nach Moralvorstellungen anderer und nach ihren Werten.


Wir verlieren uns in Alltagssorgen und es kann sogar passieren, dass wir es nicht einmal bemerken. Wir merken nicht, dass etwas fehlt, dass etwas nicht stimmt. Erst wenn wir Zeit haben, mit uns allein zu bleiben, spüren wir, dass das Leben an uns vorbei zischt, ohne dass wir es leben.


Manchmal merken wir es erst im Alter, wenn sich Bedauern, innere Unruhe und Ängste in unserem Leben breitmachen, oder in der Midlife-Crisis, wenn wir runde Daten, wie 30 oder 40 Jahre erreichen und Zweifel und Unsicherheit in uns hochkommen.


Wir fragen uns, ob das wirklich schon alles ist, was das Leben zu bieten hat und ob wir nicht doch etwas verpasst haben. Wir fühlen uns so, als ob die besten Zeiten nun hinter uns läge und als ob es jetzt abwärts gehen würde. Wir sehen unser Leben genauso weitergehen wie zuvor, monoton und vollkommen vorhersehbar.


Oft sind es diese Krisen, die uns wachrütteln uns dabei helfen, zu uns selbst zu kommen. Sie bringen uns dazu, doch den Prozess der Selbstfindung zu durchlaufen. Wir fangen an, auf uns selbst zu hören und zu erkennen, wer wir sind, was wir wollen und brauchen. Wir sorgen dafür, dass wir endlich leben.


Wir sorgen dafür, dass sich der Nebel des Zweifelns in unseren Köpfen löst. Wir fangen an, endlich klar zu sehen. Endlich klar uns selbst zu erkennen. Endlich die Manipulationen zu durchschauen. Endlich zu bemerken, was vor sich geht. Endlich zu begreifen, wofür das Leben da ist. Endlich die Endlichkeit wahrzunehmen. Unsere Endlichkeit.


Und in dieser Wahrnehmung begreifen wir auch wie kostbar das Leben ist. Es kann uns anfänglich einen Schrecken einjagen. Doch dieser Schrecken lässt uns auch die Schönheit des Lebens wahrnehmen, die Schönheit des Seins. Wir fangen an, uns etwas zu trauen. Wir benutzen endlich die Sachen, die wir für später aufgehoben haben. Wir gehen endlich unsere Träume an, die wir irgendwann Mal angehen wollten. Wir gestehen unsere Gefühle, die wir so lange verborgen hielten. Wir gehen Risiken ein. Wir machen uns verwundbar. Wir machen Fehler und lernen aus ihnen. Wir stehen auf und gehen weiter.


Wir begreifen, dass das Leben hier und jetzt ist. Es ist genau vor dir. Nicht später nicht in der Vergangenheit. Es ist da.


Du bist vollkommen in diesem Moment. Und der Moment ist auch vollkommen. Er ist genauso, wie er für dich richtig ist. Und du bist genauso gut, wie du jetzt bist. Es ist nicht zu spät und nicht zu früh. Du bist wunderschön und du bist da, wo du sein solltest. Mache das Beste daraus. Das Beste für dich. Es wird das Beste für alle sein.

Lese auch, „Umgang mit den Hürden auf dem Weg zu sich selbst“, um zu sehen, wie du am besten mit den Schwierigkeiten auf dem Weg zu dir umgehst.

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