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5 toxische Verhaltensweisen, die uns ruinieren und ihre Gegenmittel

Aktualisiert: Juni 29

Wartest du, bis die Arbeit vorbei ist, um nach Hause zu gehen und dich zu erholen? Wartest du auf das Wochenende, um neue Kräfte zu tanken oder auf den Urlaub, um dich endlich besser zu fühlen?


Doch du erholst dich weder nach der Arbeit, noch am Wochenende oder im Urlaub? Du fühlst dich kraftlos und kommst aus dem Urlaub, mit dem Gefühl, wieder einen Urlaub zu brauchen?


Das Unfähig-Sein sich zu entspannen, loszulassen, zu genießen und abzuschalten, zu vertrauen und zu schätzen, was wir am Leben haben, ist oft der Grund dafür.


Zu oft lassen wir uns in toxische Gespräche verwickeln. Wir klagen über das Wetter, die unfreundliche Kassiererin, unser Alter, Männer, Kinder, Preise und unsere Kopfschmerzen.

Zu oft üben wir toxische Verhaltensweisen aus, ohne es zu bemerken. Wir verurteilen, beneiden und setzen unseren Träumen und Wünschen Grenzen. Wie oft verbieten wir es uns, zu träumen und zu wünschen? Wir jagen dem Erfolg hinterher, um irgendwann, später unser Leben zu genießen und vergessen dabei, dass das Leben genau jetzt ist.

Wir funktionieren, weil es sich so gehört. Wir vergleichen uns mit anderen und graben solange, bis wir etwas finden, was mit uns und unserem Leben nicht stimmt. Dann richten wir unsere volle Aufmerksamkeit darauf. Immer und immer wieder.


Und zu oft breiten wir diese toxische Atmosphäre in unseren Beziehungen und in unserem Leben aus, ohne es einmal zu bemerken. Wir suchen überall nach Schuldigen, doch merken nicht, dass wir es selbst sind, die uns im Weg stehen, zu einem glücklichen und erfüllten Leben.


In diesem Artikel findest du 5 häufige, unbewusste Verhaltensweisen und Denkmuster, die auch dir im Weg stehen könnten.




1. Abwerten

Wenn wir etwas abwerten, geben wir einer Sache oder einer Tat nicht den Wert, den sie verdient hat. Wir nehmen sie als selbstverständlich hin oder beachten sie nicht weiter.

Meine Kollegin Anika schafft immer alles rechtzeitig bei der Arbeit. Doch ihr Fokus ist nur bei dem, was sie noch hätte machen können.

Ihr Partner bereitet am Abend ein leckeres Essen für sie zu, das sie als selbstverständlich ansieht. Sie haben es ja so abgemacht.


Ihre Gesundheit hat sie nie weiter beachtet, bis sie krank wurde.

Ihre Beförderung hat nicht für eine lange Zeit ihre Aufmerksamkeit erlangt, denn es hätte nun wirklich nicht anders kommen können.


Beim Traumurlaub und den Traumauto ist die Freude auch nur von einer kurzen Dauer. Denn hat sie es einmal, so ist es nichts Besonderes mehr. Es ist nicht so, wie es ihr schien, bevor sie es hatte.


Kommt dir das bekannt vor?

Siehst du auch häufig Mängel und vergisst dabei, was du erreicht hast?


Durch die Abwertung, entziehen wir dem Ereignis oder dem Gegenstand seinen Wert. Wir entziehen uns die Freude daran. So fokussieren wir uns auf das, was es zu bemängeln gibt oder auf das, was als nächstes erreicht werden soll. Wir befinden uns ständig in einem

Hamsterrad des Erreichens.


Dieses Verhalten ist äußerst destruktiv. Es beraubt uns unserer Freude und unserer Fähigkeit zu genießen. Das zu genießen, was wir haben, dem Anerkennung zu schenken, was da ist und uns so mit neuen Kräften aufzutanken.

Durch dieses Verhalten rauben wir uns Energie und Lebensfreude.


Gegenmittel: Wertschätzung und Dankbarkeit.

Sieh das, was du hast. Sei dankbar für das, was in deinem Leben schon ist. Nichts ist selbstverständlich. Dein Körper ist nicht selbstverständlich. Jeder einzelne Körperteil ist nicht selbstverständlich. Alle funktionierenden Organe sind nicht selbstverständlich.


Das Interessante ist, wir bemerken die Funktion der Organe erst, wenn mit ihnen etwas nicht stimmt oder wenn wir sie nicht mehr haben. Dann richten wir selbstverständlich unsere volle Aufmerksamkeit darauf und berichten davon non-stop.


Das Essen, das wir jeden Tag im Überfluss haben, ist nicht selbstverständlich. Trinkwasser ist immer noch ein Luxus für sehr viele Menschen auf der Welt. Eine Wohnung mit allen Bequemlichkeiten, die wir uns heutzutage leisten können, ist nur ein Traum für viele Millionen Menschen. Ein Auto ist für noch mehr Menschen ein Traum, für den sie ihr Leben lang arbeiten müssen.

Oft bemerken wir viele Gegebenheiten nicht, weil wir sie nie anders kannten. So schenken wir dem kostenfreien Bildungssystem, mit einer hohen Qualität keine Beachtung. Wir schenken dem sehr gut funktionierenden Krankensystem keine Beachtung. Wir nehmen das Sozialsystem für selbstverständlich hin, wobei es ein unvorstellbarer Traum für viele Millionen Menschen ist.


Wir nehmen jeden einzelnen Tag als selbstverständlich hin und schaffen es sogar, immer wieder etwas zu finden, was uns nicht gefällt und uns darüber zu beklagen. In der gleichen Zeit können wir unseren Fokus darauf richten, was uns gefällt und dafür dankbar sein.


Wir fühlen uns unsterblich und gehen der Illusion nach, dass unsere Nächsten auch unsterblich sind. Zumindest verhalten wir uns oft so.


Würdest du dich genauso verhalten, wenn du wüsstest, du hättest nur noch eine Woche zu leben oder dein Partner hätte nur noch eine Woche? Was würdest du anders machen?


Erkenne, was du schon hast – das ist die beste Voraussetzung, um daran zu arbeiten, was du dir wünschst.



2. Klagen und sich auf das Negative fokussieren

Sehr eng verbunden mit dem Abwerten ist der Fokus auf das Negative: auf das, was uns fehlt, auf das, was nicht so ist, wie wir es gerne hätten, das Sich-sorgen, darüber, was in der Zukunft nicht so sein wird, wie wir es gerne hätten und was in der Vergangenheit schief lief.

„Energy flows where attention goes“ wie es im Englischen so schön heißt – Unsere Energie fließt dahin, worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten.

Wir breiten genau das in unserem Leben und in unserer Umgebung aus, worauf wir uns fokussieren. Wir reden natürlich auch genau darüber, handeln darauf basierend und kreieren unsere Zukunft daraus.


Stelle dir vor, du sitzt auf eine wunderschönen Wiese. Es ist ein angenehm warmer Sommertag. Die Sonne scheint und du hast leckeres Essen dabei und ein paar gute Freunde sind auch da.


Du kannst die Sonne genießen. Du kannst das Essen genießen. Und du kannst die tolle Gesellschaft deiner Freunde genießen. Dafür dankbar sein, dass du die Zeit und die Möglichkeit hast, an diesem Tag diesen Ausflug zu machen.


Oder aber du könntest in der gleichen Situation anfangen davon zu reden, wie jemand sich tatsächlich gewagt hat, seinen Zigarettenstummel auf die Wiese zu schmeißen. Und heute Morgen hast du paar Mal gehustet. Das könnte gut möglich Corona sein. Und der Lockdown nervt dich. Und wohin soll das ganze nur führen? Was denken sich eigentlich die Politiker…

Wirst du dann immer noch die Wiese, den schönen Sommertag und die Gesellschaft deiner Freunde genießen können? Und werden sie es genießen können?


Höchstwahrscheinlich nicht. Es ist aber immer noch der gleiche Tag, die gleiche Wiese und es sind die gleichen Menschen. Lediglich deine Aufmerksamkeit ist auf verschiedene Sachen gerichtet.


Gegenmittel: Fokussiere dich auf das Positive

Fokussiere deine Aufmerksamkeit darauf, was du hast und auf dem, was dir gefällt.

Tust du das, so bestärkst du das Positive. Es nimmt einen größeren Platz in deinem Leben ein. Es nimmt einen größeren Platz in deinen Gedanken ein und somit in deiner Realität.

Sieh das aufgeräumte Zimmer, statt dem Fleck auf dem Boden. Sieh die Vielfalt an Lebensmitteln, die du dir leisten kannst, statt die Qual, wieder einkaufen fahren zu müssen. Sieh das leckere Essen, das mit Mühe zubereitet wurde, statt die übersalzenen Kartoffeln. Sieh die Möglichkeit, Geld zu verdienen und dich versorgen zu können, statt schon wieder einen langweiligen Tag bei der Arbeit. Sieh die freundliche Frau beim Bäcker, die seit 4 Uhr morgens auf ist und dich bedient, statt einem Brötchen, das du vor der Arbeit in dich reinstopfst und mit Kaffee zuschüttest.


Außerdem könntest du deine Aufmerksamkeit darauf richten, was du schon alles geschafft hast, statt darauf, was nicht so lief, wie du es gerne hättest. Erkenne, dass du schon die Wohnung aufgeräumt hast und einkaufen warst. Es ist vollkommen in Ordnung, sich zu entspannen und sich etwas zu gönnen, statt zu sehen, dass du noch den Balkon hättest putzen können. Erkenne, dass du jeden Tag einen guten Job machst und deine Beziehungen aufrecht erhältst, statt dich auf den Streit zu fokussieren, den du heute mit deiner Freundin hattest.


Erkenne all das, was dir dein Partner gibt, statt dem, was nicht so ist, wie du es gerne hättest. Erkenne die Möglichkeiten, die du in deinem Leben hattest und hast, statt die Hürden. Erkenne die Schönheit von jedem Tag, jeder Stunde und jeder Minute, statt dem schlechten Wetter, der dreckigen Wäsche und der nörgelnden Kollegin.


Erkenne die frische Luft am Morgen und den leckeren Kaffee. Genieße jeden einzelnen Schluck. Fokussiere dich auf seinen Geschmack, statt auf den Gedanken, gleich wieder in die Kälte gehen zu müssen, um zum ätzenden Meeting zu fahren. Genieße die warme Dusche und das so gut riechenden Duschgel. Genieße die sauberen Handtücher und den angenehm kuschelig warmen Pullover, der dich warmhält.

Dein Fokus bestimmt, wie du dich fühlst und wie energiegeladen du bist. In der ein und derselben Situation kannst du dich vollkommen unterschiedlich fühlen. Davon ausgehend, gehst du deine Ziele anders an und kannst viel einfacher das in deinem Leben kreieren, was du dir wünschst. Wenn du anfängst, dem Beachtung zu schenken, was du schon hast und was du magst, findest du auch immer mehr davon in deiner Umgebung. Du denkst darüber nach, du redest darüber und du siehst es – du ziehst mehr davon in dein Leben.


So findest du Möglichkeiten, z.B. einen ungeliebten Job zu wechseln. Du findest die Möglichkeiten, deine Träume zu verwirklichen. Du findest Menschen, die genauso denken wie du. Du wirst produktiver, entspannter und erfüllter. Du erkennst das, wonach du dich gesehnt hast in deinem Leben und ziehst noch mehr davon an.




3. Vergleich mit anderen

Toxisches Verhalten Nr. 3 ist der Vergleich von sich mit den anderen.


Dieses Verhalten wird uns seit dem Kindesalter oft anerzogen. ‚Guck mal, wie Susi brav alles aufisst.‘ ‚Guck mal, wie ordentlich Nicks Zimmer aussieht und du lässt immer alles liegen.‘ ‚Deine Freundin Anna hat immer gute Noten in Mathe und du schaffst es nicht mal, eine 3 zu bekommen.‘


Und so wachsen wir auf, mit dem Gedanken, dass es völlig normal sei, sich ständig zu vergleichen und zwar zu unserem Nachteil.


Doch dabei vergessen wir, dass jeder von uns ein Individuum ist, mit eigenen Stärken und Schwächen, mit einem individuellen Tempo. Jeder wurde in unterschiedlichen Umständen geboren und großgezogen. Jeder hat seine eigenen Erfahrungen, Schwierigkeiten, Talente, Träume, genetische Voraussetzungen und viele weitere Faktoren, die uns voneinander unterscheiden.


Wie kann man unter all diesen Voraussetzungen zwei Menschen miteinander vergleichen?

Und vor allem, wozu?


Jeder von uns ist auf seine eigene Art und Weise wundervoll. Vergleichen wir uns mit anderen, so versuchen wir uns ihnen häufig anzupassen. Versuchen wir uns anzupassen, so verleugnen wir uns selbst und unsere Einzigartigkeit. Wir missachten unser Tempo, wir missachten unsere Bedürfnisse und wir missachten unsere Grenzen. Damit oft verbunden missachten wir auch die Grenzen von den anderen. Denn wir sehen sie uns gleich und verlangen von ihnen etwas, was ihnen nicht entspricht, genauso wie wir es mit uns tun.


Das Vergleichen mit den anderen z.B. in unserem Erfolg, Aussehen und Leben im Allgemeinen führt oft dazu, dass wir uns wie ein Pechvogel fühlen. Es kommt uns so vor, als ob bei den anderen alles besser ist als bei uns. Doch oft sehen wir nur einen Ausschnitt aus ihrem Leben. Und das kann uns demotivieren und Neid verspüren lassen.


Wir sehen die Bilder auf Social Media, auf welchen das Glück keine Grenzen zu haben scheint. Wir sehen Pärchen, die perfekter nicht sein könnten, aber wir sehen nicht ihre Probleme und Konflikte. Wir sehen nicht ihre Arbeit an sich und an ihrer Beziehung.


Wir sehen Familienversammlungen, die vor Freude und Harmonie nur so strotzen, aber wir sehen nicht ihre Miseren, Differenzen und ihr Leid. Wir sehen Menschen, die erfolgreich und schön sind. Doch wir sehen nicht ihren Weg zu diesem Zustand. Wir sehen nicht die schlaflosen Nächte, die harte Arbeit und die vielen Niederlagen, die sie zu überwinden hatten, um da zu sein, wo sie jetzt sind.

Und so kommen wir auf die Schlussfolgerung, wir wären vom Schicksal vernachlässigt worden und dass alle es besser haben als wir.


Es ist sehr wichtig sich zu erinnern, dass wir nur einen winzigen Teil sehen, von dem, was im Leben anderer vor sich geht. Gefällt uns, was wir sehen, so können wir uns davon inspirieren lassen. Wir können herausfinden, wie ein möglicher Weg zu diesem Zustand oder Erfolg aussieht und wir können lernen. Wir können daran arbeiten, diesen Zustand auch in unserem Leben zu kreieren.


Reagieren wir mit Neid oder Missgunst, so verschließen wir uns den Weg zu diesem Zustand. Wir sagen uns selbst, dass es in unserem Leben nicht passieren wird und verschwenden unsere Zeit mit negativen Gefühlen.


Statt zu fragen: ‚Wie hast du das geschafft?‘, ‚Was hast du dafür gemacht?‘ bevorzugen wir zu denken, ‚Ah, der Typ im Porsche hat reiche Eltern‘ oder ‚Die heiße Blondine hat nur Glück mit ihren Genen.‘


So verhindern wir es, an uns arbeiten zu müssen, aber auch unseren Fortschritt in vielerlei Hinsicht.


Gegenmittel: Vergleiche dich mit dir selbst in der Vergangenheit

Akzeptieren dich selbst. Akzeptiere die anderen. Akzeptiere alles, was in deinem Leben ist und war – das ist der optimale Ausgangspunkt, um alles in deinem Leben zu erschaffen, was du dir wünschst.


Wenn du dich unbedingt vergleichen möchtest, so vergleiche dich nur mit dir selbst in der Vergangenheit. Sieh, was du erreicht hast. Sieh, was für dich funktioniert, was dich voranbringt und erkenne, was dich aufhält.


Erkenne Eigenschaften, die dich ausmachen. Erkenne deine Stärken und Schwächen. Erkenne den Weg, den du gegangen bist. Und erkenne deine Mühe an, deine Fortschritte und deine Erfolge. Gebe ihnen Wertschätzung und Aufmerksamkeit, die sie verdienen. So stärkst du dich selbst.


Erkenne deinen inneren Zustand. Wie hat er sich entwickelt über die Jahre?

Bist du eher gelassener und glücklicher geworden oder ängstlicher und unsicherer?

Bist du mehr im Einklang mit dir selbst oder hast du das Gefühl, den Bezug zu dir verloren zu haben?


Wie sind deine Beziehungen und wie haben sie sich über die Jahre entwickelt?

Sind sie tiefgründiger und vertrauter geworden oder oberflächlicher und gezwungener?


Was hast du erreicht in deinem Leben und in den vergangenen 12 Monaten?

Hast du eine bessere Work-Life-Balance erreicht? Vllt. neue Freundschaften entwickelt oder einen Abschluss gemacht? Hast du deine Träume verwirklicht oder mehr Zeit für dich und deine Hobbys gefunden?


Weißt du, was du wirklich willst in deinem Leben?

Erkennst du, wo deine eigene Wünsche sind und wo die Wünsche deiner Familie und Freunde sind? Trennst du fremde Erwartungen und Normen von deinen eigenen?


Wie möchtest du dich entwickeln?

Welche Lebenssphäre ist gerade vorrangig für dich? Ist es Erholung oder Familie oder doch Karriere? Wie würde dein Leben optimalerweise in 1, 3 oder 5 Jahren aussehen?




4. Sich rächen und Groll hegen

Toxisches Verhalten Nr. 4: Sich rächen und Groll hegen.


Wenn wir uns rächen, verschwenden wir unsere Lebenszeit für etwas Destruktives. Wir fokussieren uns auf das Negative und füllen unser Leben damit, weil wir denken, dass wir auf diese Art und Weise Gerechtigkeit schaffen. Häufig handeln wir im Affekt und wollen unseren Ärger ausdrücken. Wir richten unsere Aggressionen auf jemanden, der uns weh getan hat.


Doch wenn wir die Situationen von einem anderen Winkeln betrachten, wenn wir sie aus der Ferne sehen, dann können wir ganz genau erkennen, dass es sich nicht lohnt. Vor allem für uns selbst, als die Person, die sich rächt.


Nehmen wir an, wir wollen ein friedvolles Leben führen. Wir wollen etwas Nützliches erschaffen und arbeiten dran. So arbeiten wir an einem wunderschönen Garten. Nun kommt jemand und lädt seinen Müll in unserem Garten ab und zerstört den Baum, den wir gepflanzt haben.


Nun haben wir die Möglichkeit, uns etwas zu überlegen, um uns zu rächen. Wir nutzen also unsere Zeit, um uns etwas auszudenken, wie wir etwas Schlechtes für jemanden tun können. Anschließend nutzen wir unsere Energie, um das zu vollbringen.


In dieser Zeit hätten wir aber weiter an unserem Garten arbeiten können und unsere Kraft dafür verwenden können. Unsere Energie wäre auf etwas Konstruktivem fokussiert.


Genauso können wir beleidigt sein, auf unseren Nachbarn, der unserem Garten geschädigt hat. In diesem Fall würden wir uns mit Groll füllen. Dieses Verhalten ist ebenfalls destruktiv. Wir würden unseren Körper, in diesem Fall mit negativen Emotionen füllen und somit uns selbst zerstören.


‚Sich ärgern ist wie Gift trinken und hoffen, dass der andere stirbt.‘


Gegenmittel: Sich gut schützen

Natürlich, sollten wir es auch nicht immer wieder dulden, dass uns jemand etwas destruktives antut. Deshalb ist es sehr wichtig, sich zu schützen, den notwendigen Abstand zu jemandem aufzubauen, der uns schadet und unsere Grenzen zu setzen und sie zu verteidigen.

Um seine Grenzen gut zu kennen, müssen wir uns selbst kennenlernen, erkennen wie weit wir gehen können, was wir wollen und was uns guttut.


Lerne es, ‚Nein‘ zu sagen, wenn du etwas nicht willst und wenn deine Grenzen überschritten werden. Tut dir jemand nicht gut, so nehme Abstand, weil deine Gefühle wichtig für dich sind. Meint dir jemand sein Gift schenken zu müssen, so lerne es dich zu verteidigen. Sage, nein, danke, das brauche ich gerade nicht. Lächele und beschütze deine innere Ruhe.


Die Reaktion des anderen ist vollkommen in seiner Verantwortung.




5. Sich begrenzen in seinen Möglichkeiten – Negative Glaubenssätze

Wie oft sagst du dir: ‚Das ist unmöglich.‘

Wie oft sagst du dir: ‚Das ist zu teuer.‘

Wie oft sagst du dir: ‚Das ist zu schwer.‘


Wir verbieten uns viel zu oft zu träumen. Irgendwann haben wir es gelernt, dass das Leben nun mal kein Wunschkonzert ist und wir haben gelernt, die Dinge ‚realistisch‘ zu sehen. Uns wurde beigebracht zu funktionieren, unsere Aufgaben zu erfüllen, effizient zu sein und Emotionen keine Beachtung zu schenken.


Wie soll man schon auf Emotionen vertrauen? Sie ändern sich ständig und verwirren uns nur. Mit der Logik ist es viel einfacher und zuverlässiger. So verlernen wir es, unsere Wünsche zu sehen, unsere Bedürfnisse zu hören und zu erkennen, was wir wirklich brauchen.


Wir kreieren einen festen Glauben daran, dass Träume nur was für kleine Kinder sind. So verschließen wir uns selbst die Wege, sehen Hürden, statt Möglichkeiten und Probleme, statt Lösungen. Wir verbieten uns den Glauben an Wunder und mauern uns zu mit Ängsten, statt mit Vertrauen und Zuversicht.


Gegenmittel: Vertrauen, Glaube und Zuversicht

Alles in unserem Leben ist eine wertvolle Erfahrung. Lernen wir, es zu sehen und zu erkennen, wofür etwas geschieht, so lernen wir auch, es zu unserem Besten zu nutzen.

Lernen wir dem Leben zu vertrauen, an uns zu glauben und in Zuversicht zu leben, so werden wir Wunder sehen können. Wir werden unsere Träume verwirklichen können und uns voll entfalten können.

Alles beginnt mit dem Glauben. Mit dem Glauben an sich selbst, mit dem Glauben an seine Träume, mit dem Vertrauen in das Leben, in der Zuversicht, dass wir unseren Weg finden werden und alle Hindernisse zu unserem Wachstum beitragen werden.


Der feste Glaube an unsere Träume lässt uns Möglichkeiten erkennen und ‚magische‘ Wege sehen, die uns genau dahin führen, wo wir hinkommen wollen. Der Nichtglaube hingegen verschließt Wege und lässt uns Hürden sehen, wo Möglichkeiten hätten sein können.


Tipps to go:

  • Wertschätzung, statt Abwertung

  • Fokus auf das Positive, statt auf das Negative

  • Vergleiche dich nur mit dir selbst in der Vergangenheit

  • Verteidige deine Grenzen, statt dich zu rächen

  • Glaube an dich, an deine Träume und vertraue dem Leben

Fotocredits an:

stock photo ID: 604223162 Schweinchen in Blase./shutterstock.com; 29.06. 21

stock photo ID: 1770929861 Zigarette im Gras./shutterstock.com; 29.06. 21

stock photo ID: 1755700106 Unzufriedene Frau am Laptop./shutterstock.com; 29.06. 21

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